KI-Kennzeichnungspflicht ab 2. August: Was Unternehmen, Publisher und Marketer jetzt wissen und umsetzen müssen

KI-Kennzeichnungspflicht: Das sollten Sie wissen!

Seit 2. August gelten im Rahmen des EU AI Acts neue Transparenzpflichten für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Unternehmen müssen künftig in bestimmten Fällen offenlegen, wenn Inhalte mit KI erstellt oder verändert wurden oder wenn Kund:innen mit einem KI-System interagieren. Ziel ist es, Vertrauen zu schaffen und Täuschung zu verhindern.

Betrifft das auch Ihr Unternehmen?

Die neuen Vorgaben können unter anderem relevant sein, wenn Sie:

  • KI-generierte Texte auf Ihrer Website oder in Presseaussendungen veröffentlichen.
  • Bilder, Videos oder Audiodateien mit KI erstellen.
  • Chatbots oder virtuelle Assistenten einsetzen.
  • KI für Kundenkommunikation oder Marketingkampagnen nutzen.
  • Deepfakes oder synthetische Medien erstellen oder verwenden.
  • KI-gestützte Anwendungen für Mitarbeitende oder Kund:innen bereitstellen.

 

Checkliste: Das sollten Unternehmen jetzt erledigen

✅ 1. KI-Anwendungen erfassen

Erstellen Sie eine Übersicht aller KI-Systeme und Tools, die in Ihrem Unternehmen verwendet werden.

✅ 2. Kennzeichnungspflicht prüfen

Überprüfen Sie, welche Inhalte oder Anwendungen künftig als KI-generiert oder KI-unterstützt gekennzeichnet werden müssen.

✅ 3. Marketing und Kommunikation anpassen

Definieren Sie Standards für die Kennzeichnung von KI-generierten Bildern, Videos, Texten oder Audioinhalten.

✅ 4. Chatbots transparent machen

Informieren Sie Nutzerinnen und Nutzer klar darüber, wenn sie mit einem KI-System kommunizieren.

✅ 5. Verantwortlichkeiten festlegen

Bestimmen Sie, wer im Unternehmen die Einhaltung der neuen Vorgaben überwacht.

✅ 6. Mitarbeitende schulen

Sensibilisieren Sie Teams aus Marketing, HR, Vertrieb, IT und Kommunikation für die neuen Anforderungen.

✅ 7. KI-Richtlinien erstellen

Erarbeiten Sie interne Regeln für den verantwortungsvollen Einsatz von KI.

✅ 8. Dokumentation aufbauen

Dokumentieren Sie eingesetzte KI-Systeme, Prozesse und Kennzeichnungen nachvollziehbar.

Weiterbildung schafft Sicherheit

Die gesetzlichen Anforderungen entwickeln sich laufend weiter. Unternehmen profitieren deshalb von praxisnahen Weiterbildungen, um KI rechtskonform, effizient und verantwortungsvoll einzusetzen.

Der bfi Bildungscampus unterstützt Unternehmen mit aktuellen Seminaren, Workshops und Inhouse-Schulungen rund um:

 

Unser Tipp: Wer jetzt klare Prozesse etabliert und Mitarbeitende qualifiziert, erfüllt nicht nur gesetzliche Anforderungen, sondern stärkt auch das Vertrauen von Kund:innen und Geschäftspartner:innen.

Hinweis: Welche Kennzeichnungspflichten konkret gelten, hängt vom jeweiligen Einsatzfall ab. Der EU AI Act sieht insbesondere Transparenzpflichten für bestimmte KI-Systeme, KI-generierte bzw. manipulierte Inhalte (z. B. Deepfakes) und Interaktionen mit KI vor.