Warum draußen spielen Kinder stärkt – und was wir daraus lernen können

Umweltbildung mit Wirkung

Draußen spielen ist gesund

Die Natur ist weit mehr als eine Kulisse für Freizeitaktivitäten. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen: Regelmäßiger Aufenthalt im Freien wirkt sich positiv auf die körperliche und psychische Gesundheit aus – besonders bei Kindern. Ein bemerkenswerter Effekt dabei ist, dass Kinder, die häufig draußen spielen, seltener an Allergien und Atemwegserkrankungen leiden. Doch warum ist das so? Und welche Rolle spielt Umweltbildung in diesem Zusammenhang?

Naturkontakt als Schutzfaktor für die Gesundheit

Kinder kommen heute immer seltener mit natürlichen Umgebungen in Berührung. Bildschirmzeit, urbane Lebensräume und ein strukturierter Alltag reduzieren spontane Naturerfahrungen. Dabei ist gerade der frühe Kontakt mit Natur ein entscheidender Faktor für eine gesunde Entwicklung.

Ein zentraler Erklärungsansatz ist die sogenannte „Biodiversitäts- oder Hygienehypothese“. Sie besagt, dass das Immunsystem durch den Kontakt mit einer Vielzahl von Mikroorganismen – wie sie in Böden, Pflanzen, Wäldern oder auf Wiesen vorkommen – trainiert wird. Fehlt dieser Kontakt, reagiert das Immunsystem häufiger überempfindlich, was das Risiko für Allergien, Asthma oder Neurodermitis erhöht.

Draußen spielen bedeutet also:

  • vielfältige mikrobielle Reize für das Immunsystem

  • Stärkung der körpereigenen Abwehr

  • geringeres Risiko für allergische Erkrankungen

Mehr als nur körperliche Gesundheit

Neben den immunologischen Effekten bietet Natur auch enorme Vorteile für die psychische und soziale Entwicklung von Kindern:

  • Stressreduktion: Natürliche Umgebungen senken nachweislich Stresshormone.

  • Konzentrationsfähigkeit: Aufenthalte im Grünen fördern Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit.

  • Bewegung: Draußen bewegen sich Kinder vielfältiger und ausdauernder als in Innenräumen.

  • Soziale Kompetenzen: Freies Spiel in der Natur stärkt Kreativität, Problemlösung und Teamfähigkeit.

Diese positiven Effekte sind nicht nur für Kinder relevant. Auch Erwachsene profitieren – sei es im beruflichen Kontext, in der Gesundheitsförderung oder in der Bildungsarbeit.

Natur als Schlüssel zur Gesundheitsförderung

Immer mehr Fachbereiche erkennen den Wert von Natur für Prävention und Gesundheitsförderung: Pädagogik, Sozialarbeit, Gesundheitswesen, Tourismus oder Stadtplanung. Natur wird dabei nicht nur als Erholungsraum, sondern als aktiver Gesundheitsfaktor verstanden.

Genau hier setzt moderne Umweltbildung an. Sie vermittelt Wissen über ökologische Zusammenhänge und zeigt gleichzeitig, wie Natur gezielt für Gesundheitsförderung, Bewusstseinsbildung und nachhaltige Entwicklung genutzt werden kann.

Umweltbildung mit Wirkung: Fachwissen für eine nachhaltige Zukunft

Wer sich beruflich oder persönlich intensiver mit diesen Themen auseinandersetzen möchte, findet im bfi-Kurs „Umweltbildung mit Wirkung“ eine fundierte Weiterbildungsmöglichkeit. Der Kurs richtet sich an alle, die Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen praxisnah vermitteln und gesellschaftlich wirksam gestalten wollen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der gesundheitsfördernden Wirkung von Natur. An zwei Kurstagen werden unter anderem folgende Inhalte behandelt:

  • Wissenschaftliche Grundlagen zu Gesundheit und Natur

  • Bedeutung von Naturerfahrungen für Kinder und Erwachsene

  • Praxisnahe Methoden der Umwelt- und Gesundheitsbildung

  • Entwicklung und Umsetzung wirkungsvoller Bildungsangebote

Die Teilnehmer:innen lernen, wie sie Natur gezielt einsetzen können, um Gesundheit, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden – sei es in Bildungsinstitutionen, Gemeinden, Vereinen oder Unternehmen.

👉 Mehr Infos zum Kurs „Umweltbildung mit Wirkung“ findest du hier:
https://bit.ly/49mjqrI

🌲 Natur wirkt: Wie Wald, Wissen und Bildung unsere Gesundheit stärken

Hast du dich schon einmal gefragt, warum du dich nach einem Spaziergang im Wald so entspannt fühlst? Tatsächlich ist es nicht nur ein subjektives Gefühl – wissenschaftliche Beobachtungen zeigen, dass ein Aufenthalt im Wald messbar positive Effekte auf unseren Körper hat. So kann schon ein einfacher Spaziergang im Grünen dazu beitragen, Stresshormone zu reduzieren, die Herz-Kreislauf-Funktion zu verbessern und den Blutdruck zu senken.

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